Notfall-Tools
Bei akuten Momenten der Überreizung lade ich Dich herzlich ein, die nachstehenden Methoden einmal auszuprobieren:
Tiefe Bauchatmung:
So geht’s:
- Lege eine Hand auf den Bauch, eine auf die Brust
- Atme langsam durch die Nase ein → der Bauch hebt sich
- Atme durch den Mund aus → der Bauch senkt sich
- Die Brust bleibt möglichst ruhig
Wirkung:
Beruhigt das Nervensystem und reduziert Stress sehr effektiv.
4-7-8- Atmung
So geht’s:
- 4 Sekunden einatmen
- 7 Sekunden Atem halten
- 8 Sekunden langsam ausatmen
- 4–5 Wiederholungen
Wirkung:
Hilft besonders beim Einschlafen und bei akuter Anspannung.
Wechselatmung (NadiShodhana)
So geht’s:
- Rechte Nasenseite schließen, links einatmen
- Links schließen, rechts ausatmen
- Rechts einatmen, links ausatmen
- Das ist ein Zyklus
Wirkung:
Gleicht Körper und Geist aus, verbessert Fokus und Ruhe.
Box-Breathing
So geht’s:
- 4 Sekunden einatmen
- 4 Sekunden halten
- 4 Sekunden ausatmen
- 4 Sekunden halten
Wirkung:
Sehr gut bei Stress, z. B. vor Prüfungen oder wichtigen Gesprächen.
Verlängertes Ausatmen
So geht’s:
- 4 Sekunden einatmen
- 4 Sekunden halten
- 4 Sekunden ausatmen
- 4 Sekunden halten
Wirkung:
Sehr gut bei Stress, z. B. vor Prüfungen oder wichtigen Gesprächen.
Kältereize (Sofort-Reset)
So geht’s:
- Kaltes Wasser ins Gesicht
- Eiswürfel in die Hand nehmen
- Kaltes Tuch auf Stirn oder Nacken
Warum das hilft:
Aktiviert den Vagusnerv → Herzschlag und Stressreaktion sinken schnell.
5-4-3-2-1-Methode (Grounding)
So geht’s:
- 5 Dinge sehen
- 4 Dinge fühlen
- 3 Dinge hören
- 2 Dinge riechen
- 1 Sache schmecken
Warum das hilft:
Lenkt dich aus der Reizüberflutung zurück in den Moment.
Druck & Selbstberührung
So geht’s:
- Sich selbst fest umarmen
- Hände kräftig zusammendrücken
- Gewicht (Decke, Kissen) auflegen
Warum das hilft:
Tiefer Druck vermittelt Sicherheit und beruhigt das Nervensystem.
Reizabschirmung
So geht’s:
- Noise-Cancelling-Kopfhörer oder Ohrstöpsel
- Licht dimmen oder Augen schließen
- Kurz in einen ruhigen Raum zurückziehen
Warum das hilft:
Reduziert sofort die Reizmenge – oft der wichtigste Schritt.
Rhythmische Bewegung
So geht’s:
- Langsam gehen
- Leichtes Schaukeln im Sitzen
- Gleichmäßige, monotone Bewegungen
Warum das hilft:
Bringt dein Nervensystem wieder in einen stabilen Rhythmus.
Sensorische „Anker“
So geht’s:
- Lieblingsduft (z. B. Lavendel)
- Glatter Stein, Stoff oder kleines Objekt fühlen
- Immer denselben „Beruhigungsgegenstand“ nutzen
Warum das hilft:
Gibt deinem Gehirn etwas Vertrautes → schnelle Orientierung & Sicherheit.
Mini-Routinen (Notfall-Reset)
Beispiel (2 Minuten):
- 1 Minute langsames Atmen
- Kaltes Wasser ins Gesicht
- Augen schließen + Hände auf Herz/Bauch
Warum das hilft:
Klare Struktur verhindert, dass du dich weiter „hochschaukelst“.
💡 Wichtiger Hinweis für Hochsensible
- Du musst nicht „durchhalten“ – Reizreduktion ist legitim
- Früh reagieren (nicht erst beim völligen Overload)
- Eigene „Notfallstrategie“ vorher festlegen
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